Dialoggruppe Grüne Materialen
Technische Biopolymere entstehen aus speziellen, meist mehrstufigen Verfahren der industriellen Biotechnologie, Polymersynthese und Aufbereitung.
Biobasierte und/oder biologisch abbaubare Werkstoffe aus regionalen Ressourcen
Technische Biopolymere entstehen aus speziellen, meist mehrstufigen Verfahren der industriellen Biotechnologie, Polymersynthese und Aufbereitung. Dabei entstehen biobasierte und/oder biologisch abbaubare Werkstoffe mit dem Potenzial einer verbesserten Nachhaltigkeit gegenüber konventionellen Kunststoffen. Betrachtet werden thermoplastische Elastomere und duroplastische Biopolymere.
Der Fokus der Dialoggruppe Grüne Materialien liegt auf der gezielten Einstellung der Verarbeitungs- und Gebrauchseigenschaften von Biopolymeren durch die Entwicklung von spezifischen Rezepturen mit biobasierten Modifikatoren, Füll- und Verstärkungsstoffen aus regionalen Ressourcen für eine Vielzahl an unterschiedlichen Anwendungen. Die Recycling- bzw. Kreislauffähigkeit der entwickelten Lösungen wird explizit mit betrachtet.
Biobasierte Drop-In-Lösungen mit hoher Wertschöpfung und Nachhaltigkeit

Die betrachteten Wertschöpfungsketten in der Dialoggruppe Grüne Materialien basieren auf der werkstofflichen Nutzung von regionalen Rohstoffen, welche als Rest- oder Wertstoffe der Lebensmittelindustrie und Land- oder Forstwirtschaft anfallen. Über biotechnologische und chemische Verfahren entstehen biobasierte Werkstoffe und Eigenschaftsmodifikatoren, wie etwa Weichmacher aus Pflanzenölen, Füllstoffe aus Insektenchitin oder Verstärkungsstoffe aus Naturfasern. Durch die gezielte Kombination mit Biopolymeren können vollständig biobasierte und/oder biologisch abbaubare Drop-In-Lösungen für nachhaltige Produkte insbesondere in der Verpackungs-, Agrar-, Möbel- und Automobilindustrie mit hoher Wertschöpfung und Nachhaltigkeit entwickelt werden.
Beteiligte Unternehmen
Dialoggruppenleitung
Dr.-Ing. Patrick Hirsch
Fraunhofer Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen IMWS
„Der Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der Verbesserung der Nachhaltigkeit von Kunststoffprodukten, insbesondere durch den Einsatz biobasierter und/oder biologisch abbaubarer Kunststoffe. Meine Motivation schöpfe ich aus der Überzeugung, dass auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen eine regionale Kreislaufwirtschaft für diese Produkte möglich ist. Aus meiner Sicht bietet insbesondere die Region Mitteldeutschland dafür optimale Voraussetzungen und ich freue mich mit der Arbeit im BioZ-Bündnis einen Beitrag zur erfolgreichen Realisierung dieser Potenziale zu liefern.“
Kommende Veranstaltungen
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Zuletzt aktualisiert am: 13. Februar 2026, 14:30