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Projekt

BioGOS - Biosynthese von Galactooligosacchariden in Sauermolke und Molkenpermeat

Projekt

  • 2. Call
  • Dialoggruppe: Fein- und Spezialchemikalien
  • Fördervolumen: 686.000€
  • Gesamtvolumen: 855.000€
  • Januar 2023 - Dezember 2025

Die bisher nicht weiterverarbeiteten Nebenprodukt der Milchverarbeitung, Sauermolke und Molkenpermeat, werden durch ein neu entwickeltes Biosynthese-Verfahren im Projekt BioGOS zunächst zu Galactooligosacchariden (GOS) verarbeitet. Anschließend können daraus neue Produkte wie GOS-haltige Milchgetränke und -pulver sowie fermentierte Milchprodukte dem Endkunden bereit gestellt werden.

Forschungsziele

Im Rahmen des F&E-Projektes „Bio-GOS“ soll erstmalig ein Verfahren entwickelt werden, um Sauermolke und Molkenpermeat als Nebenprodukte der Milchverarbeitung zu Galactooligosaccharide (GOS) zu synthetisieren. Das Ziel ist eine direkte Verwertung der GOS-haltigen Molkeprodukte als funktionelle Getränke, die Applikation in fermentierten Milchprodukten und die Herstellung von Pulvern für den Ingredientsbereich. Obwohl Sauermolke in großen Mengen in der Milchindustrie anfällt, wird es aktuell keiner Wertschöpfung unterzogen als für die Schweinemast verwendet oder gar entsorgt zu werden. Bio-GOS strebt daher eine Wertsteigerung dieses Nebenproduktes an.

Wertschöpfung in der Region

Das Vorhaben des Projekts BioGOS ist stark regional geprägt. Die Nebenströme fallen an den Standorten der Verbundpartner in der Region an und sollen dort auch zukünftig weiterverarbeitet werden. Die Milch als Rohstoff wird von regionalen Landwirten geliefert und auch die beteiligte Forschungseinrichtung liegt in der Region. Die entstehenden Wertschöpfungsnetze kommen wiederum der gesamten Region zu Gute, sichern und schaffen eine Vielzahl von industriellen und landwirtschaftlichen Arbeitsplätze und steigern die Attraktivität der Wirtschaftsregion. Bei einer erfolgreichen Umsetzung des Projektes entstünde ein Vorbild für die Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe im Bereich der Lebensmittelindustrie. Die zu erwartenden Gewinnsteigerungen ermöglichen zudem langfristig einen fairen Milchpreis an die Landwirte zu zahlen. Die hohen Preise für GOS in Bioqualität machen zudem eine nachhaltigere (Bio-) Milchproduktion attraktiver. In Summe würde dies die Region nach Außen positiv aufwerten und gleichzeitig einen Beitrag zum Strukturwandel leisten.

Beteiligte Institutionen

Die Bayerische Milchindustrie e.G. ist eine genossenschaftliche Molkerei mit über 65 Jahren Tradition und internationaler Erfahrung. Der Standort in Jessen, Sachsen-Anhalt, stellt die für das Projektvorhaben benötigte Molke bereit.

Die Frischli Milchwerke GmbH gehört zu den modernsten und leistungsstärksten Molkereien Deutschlands. Seit über 120 Jahren stellt das inhabergeführte Unternehmen Milchprodukte her, die höchste Anforderungen an Qualität, Nachhaltigkeit und Geschmack erfüllen.

Die Arbeitsgruppe Lebensmittelverfahrenstechnik & Milchtechnologie der Hochschule Anhalt betreibt seit über 25 Jahren angewandte und praxisorientierte Forschung. Das Ziel war und ist es innovative Produkte zu entwickeln, bestehende Verfahren zu optimieren, neue Technologien in die Praxis zu überführen sowie Neben- und Abfallströme nutzbar zu machen. Die Antragsteller können auf eine etablierte GOS-Analytik (UHPLC/MS), eine Methode zur Bestimmung der β-Galactosidase- Aktivität und auf Erfahrung im Umgang mit der Gewinnung von Enzymen verweisen.

Die Wertschöpfungskette

Ausgangsstoff

Sauermolke und Molkenpermeat

Technologie

Biosynthese

Zwischenprodukt

Galactooligosaccharide (GOS)

Endprodukt

Milchgetränke, -pulver und fermentierte Milchprodukte

Legende:

vorhanden

teilweise vorhanden

nicht vorhanden

Innovationsraum

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Zuletzt aktualisiert am: 26.02.2024 16:01

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