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Projekt

Bioplastisole - Materialentwicklung für ein biobasiertes und bioabbaubares Plastisol

Projekt

  • 3. Call
  • Dialoggruppe: Biopolymere
  • Fördervolumen: 321.000€
  • Gesamtvolumen: 360.000€
  • 01.07.2024 - 30.06.2026
Logo Bioplastisole

Forschungsziel

Plastisole werden derzeit in Deutschland im mittleren fünfstelligen Tonnenbereich zu einem großen Anteil aus PVC (erdölbasierter Thermoplast) z.B. als Coatings für textile Produkte im Bau- und Agrarsektor aber auch für Produkte des täglichen Bedarfs hergestellt und eingesetzt. Im Projektvorhaben Bioplastisole steht die Materialentwicklung für ein biobasiertes und bioabbaubares Plastisol im Fokus, welches aus (regional) vorhandenen Biopolymeren und biobasierten Additiven besteht. Als Prototyp für ein erstes Anwendungsfeld im eher preiselastischen Endkundenbereich des Freizeitsports wird ein innovativer biobasierter und bioabbaubarer Fischköder anvisiert, der die bisher weit verbreiteten derartigen „Gummifische“ aus fossilbasierten Materialien ersetzt. Langfristiges Ziel des Marktführers Lieblingsköder GmbH ist es, mit der neuen Materialentwicklung globaler Marktführer in diesem Produktsegment zu werden und eine automatisierte und skalierte Herstellung in Deutschland anzusiedeln. Bisher findet die PVC-basierte Produktion hauptsächlich händisch in Asien statt. Zusätzlich wird aus dem Projekt ein anschlussfähiges Verwertungspotential für Anwendungen der Bioplastisole in weiteren Märkten wie Geo-, Bau- und Agrartextilien durch Follmann GmbH & Co. KG gesichert. 

Wertschöpfung in der Region 

Mit der Lieblingsköder GmbH (Dessau-Roßlau), der NIG Nahrungs-Ingenieurtechnik GmbH (Magdeburg), der GLACONCHEMIE GmbH (Merseburg), dem Fraunhofer IMWS (Halle) und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (Magdeburg) befinden sich die Hauptakteure des Vorhabens in der BioZ Region. Zusätzlich konnten die Firma Köderwerk GmbH & Co. KG aus Marienfeld und das Fraunhofer IGB (Straubing) sowie die Firma Follmann GmbH & Co. KG (Minden) für das Konsortium gewonnen werden. Das Konsortium deckt die gesamte Innovationskette für die Entwicklung von biologisch abbaubaren Materialien auf Basis von regionalen Rohstoffen für Köderfische ab. Zwei Basisbiopolymere (PBS, Thermostärke) sind durch regionale Partner verfügbar. Auch biobasierte Additive könne von Partnern regional bezogen werden. Die Region wird durch das Vorhaben in einem für den Endanwender greifbaren Marksegment bekannt und an diesem Beispiel kann gezeigt werden, dass die regionalen Akteure in der Lage sind, schlagkräftig neue biobasierte Materialien zu entwickeln, die für anspruchsvolle Anwendungen in einem wichtigen Breitensport geeignet sind. 

Beteiligte Institutionen 

Die Lieblingsköder GmbH ist der Marktführer für Kunst-Fischköder aus Plastisolen („Gummifische“) in Deutschland und exzellenter Kenner des nationalen und internationalen Marktes, der Geschäftsmodelle, der technischen Anforderungen von Fischködern und deren Produktion.   

Das Fraunhofer IMWS aus Halle ist eines der stärksten Materialforschungsinstitute mit Schwerpunkt Kunststoffentwicklung und Verarbeitung der Fraunhofer Gesellschaft (FhG). Die Kernthemen liegen in der Werkstoffforschung und Kunststoffverarbeitung sowie Materialanalytik. Im Vorhaben betreibt das IMWS die Entwicklung und Verarbeitung der Bioplastisole.  

Das Fraunhofer IGB hat neben einem Standort in Leuna auch einen in Straubing, an dem ein exklusives Labor für technische Biopolymere innerhalb der FhG etabliert wurde, wo die Entwicklung der Basismaterialien im 100 g-Maßstab samt initialer Testung stattfindet. Die familiären Wurzeln von Michael Richter liegen in der Chemnitzer Textilindustrie. 

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH – UFZ ist über einen Unterauftrag ins Projekt eingebunden. Die Firmen Köderwerk GmbH & Co. KG, GLACONCHEMIE GmbH und die Follmann GmbH & Co. KG sind assoziierte Projektpartner. 

Die Wertschöpfungskette

Ausgangsstoff

Thermoplastische Stärke, PBS, PBAT

Technologie

Gießen

Zwischenprodukt

Bioplastisol

Endprodukt

Köderfisch

Legende:

vorhanden

teilweise vorhanden

nicht vorhanden

Plastisole werden derzeit in Deutschland im mittleren fünfstelligen Tonnenbereich zu einem großen Anteil aus PVC (erdölbasierter Thermoplast) z.b. als Coatings für  textile Produkte im Bau- und Agrarsektor aber auch für Produkte des täglichen Bedarfs hergestellt und eingesetzt. Im Projektvorhaben steht die Materialentwicklung für ein biobasiertes und bioabbaubares Plastisol im Fokus, welches aus (regional) vorhandenen Biopolymeren und biobasierten Additiven besteht. 

Innovationsraum

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Zuletzt aktualisiert am: 11. März 2024, 16:22

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