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Projekt

BioDeta - Biobasierte oberflächenaktive Tenside für die Anwendung in industriellen Prozessmedien

Projekt

  • 4. Call
  • Dialoggruppe: Fein- und Spezialchemikalien
  • Fördervolumen: 350.000€
  • Gesamtvolumen: 430.000€
  • 01.07.2024 - 30.06.2026

Projektkoordination

Beteiligte Partner

Logo BioDeta

Forschungsziel

Die in BioDeta entwickelten biobasierten nicht-ionischen Tenside bilden innovative Grundbestandteile von Prozess-Reinigungsformulierungen der intelligent fluids GmbH für die Anwendung im Bereich der Mikroelektronik. Ganz konkret werden Photolithographieprozesse zur Entlackung bei der Chipherstellung durch den Einsatz der intelligenten Fluide nachhaltiger durchgeführt. Dazu zählen vor allem die Anwendungen im Photoresist-Stripping, Metal-Lift-Off, Adhesive-Removal und dem Equipment-Cleaning. Gegenüber den traditionell petrochemisch-basierten Tensiden werden die in BioDeta synthetisierten biobasierten Tenside auf Basis von nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, sind biologisch abbaubar und bilden somit eine nachhaltige und umweltverträgliche Alternative. Im Vergleich zu lösungsmittelbasierten Prozessmedien ist das neu entwickelte Produkt bei gleichbleibender oder verbesserter Performance in der Anwendung wasserbasiert, pH neutral und frei von weiteren gefährlichen Stoffen im Sinne der REACH-Verordnung. Somit zeichnen sich die in BioDeta neu entwickelten Formulierungen durch eine einfache Handhabung, geringe Gefahr in der Anwendung und insgesamt höhere Umwelt- und Gesundheitsverträglichkeit in Kombination mit einer sehr hohen Reinigungs-Performance aus. 

Wertschöpfung in der Region 

Das Vorhaben bildet die Grundlage für die Knüpfung eines neuen Wertschöpfungsnetzes in der BioZ-Region. Die intelligent fluids GmbH (Leipzig) als Hauptakteur und letztlich Abnehmer der biobasierten Tenside sitzt in der BioZ-Region. Als Forschungspartner mit einzigartiger Expertise für die Synthese der biobasierten Tenside konnte das Fraunhofer IGB (Straubing) gewonnen werden. Als mögliche Substrate sollen verschiedene Stoffe aus der BioZ-Region untersucht werden. Für Zucker-basierte Substrate werden Reststoffe von der ansässigen Molkerei DMK Group (Erfurt) auf deren Eignung für die Synthese biobasierter Tenside untersucht, zusätzlich dazu wird die Südzucker AG kontaktiert (Zeitz). Für die Skalierung im kg-Maßstab und die wirtschaftliche Umsetzung im Projektanschluss konnte die Orgentis Chemicals GmbH (Gatersleben) gewonnen werden. Somit ist die komplette Wertschöpfungskette in der BioZ-Region abgebildet. Als regionaler Abnehmer der entwickelten Fluide ist Dresden als herausragender Endkundenstandort u.a. mit den Firmen Infineon, Bosch, Jenoptik, Globalfoundries und zukünftig auch TSMC zu nennen. 

Beteiligte Institutionen 

Die intelligent fluids GmbH (IFC) wurde 2006 unter dem ursprünglichen Namen „bubbles and beyond GmbH“ gegründet. Nach anfänglicher Entwicklung von Reinigungstechnologien und Patenten für Anti-Graffiti-Systeme und Druckfarbenentferner gelang die Erschließung weiterer Märkte, insbesondere des Halbleitermarktes. Dieser erfolgte zunächst über Verbundforschungsprojekte. Basierend auf dem Know-how der Projekte wurde in den anschließenden Jahren der Geschäftsbereich der Halbleiterindustrie forciert, der 2017 auch mit der Umbenennung der Firma in das heutige intelligent fluids GmbH einher ging. Das Unternehmen verfügt dadurch über eine herausragende Expertise in der Entwicklung von Hochleistungs-Reinigungsformulierungen. Diese Expertise basiert auf jahrelanger Forschung und Entwicklung, die es uns ermöglicht hat, patentierte nachhaltige Reinigungstechnologien zu entwickeln, die in der Branche führend sind. 

Kernkompetenzen des Fraunhofer IGB (FIBG) mit seinen Institutsteilen in Leuna (CBP) und Straubing (BioCat) sind die molekulare Biotechnologie, Biokatalyse, Synthese-Chemie, die chemisch biotechno-logische Prozess-Entwicklung, die chemische Analytik sowie Grenzflächentechnologien. Das FIGB mit seinem Institutsteil BioCat entwickelt im beteiligten Innovationfeld Bioinspirierte Chemie Prozesse zur Herstellung von Fein und Spezialchemikalien sowie zu Technischen Biopolymeren nach dem Vorbild der Natur. 

Projekt - BioDeta

Die Wertschöpfungskette

Ausgangsstoff

Reststoffe Lebensmittelindustrie & Agrarwirtschaft

Technologie

Biokatalytische Konversion

Zwischenprodukt

Biobasierte Tenside

Endprodukt

Mikroemulsion

Legende:

vorhanden

teilweise vorhanden

nicht vorhanden

Innovationsraum

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Zuletzt aktualisiert am: 11. März 2024, 14:36

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