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Nachhaltigkeitslabel

Bioland

Über das Label

Bioland ist ein Verband von Erzeuger:innen aus Deutschland und Südtirol. Seit der Gründung des Vereins 1971 haben sich über 9.000 Betriebe aus Landwirtschaft, Imkerei und Weinbau angeschlossen. Des Weiteren sind auch Hersteller:innen, Händler:innen und Gastronom:innen Bioland beigetreten. Im Mittelpunkt steht die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel unter Berücksichtigung der Bioland-Richtlinien und -Prinzipien. Bioland möchte die Landwirtschaft der Zukunft prägend gestalten und am Wohl von Menschen, Tieren und Natur ausrichten.

  • Produkt
  • Lebensmittel

Geltungsbereich

Bioland ist ein Verband von Erzeuger:innen aus Deutschland und Südtirol. Seit der Gründung des Vereins 1971 haben sich über 9.000 Betriebe aus Landwirtschaft, Imkerei und Weinbau angeschlossen. Des Weiteren sind auch Hersteller:innen, Händler:innen und Gastronom:innen beigetreten. Im Mittelpunkt steht die Erzeugung hochwertiger Lebensmittel unter Berücksichtigung der Richtlinien und -Prinzipien. Wir möchten die Landwirtschaft der Zukunft prägend gestalten und am Wohl von Menschen, Tieren und Natur ausrichten.

Eine ZertifizierungZertifizierung Bescheinigung bzw. Zertifizierung eines Dritten (d. h. Ausstellung einer Erklärung/eines Zertifikats), dass bestimmte Anforderungen an Produkte, Verfahren, Systeme oder Personen erfüllt wurden (ISO 2024). ist möglich für Lebensmittel, die den Bioland-Richtlinien entsprechen. Die Kernprinzipien von Bioland umfassen Kreislaufwirtschaft, Bodenfruchtbarkeit, artgerechte Tierhaltung, Lebensmittelqualität, biologische Vielfalt, Schutz der Lebensgrundlagen, und regionale Lebensmittelproduktion. Bioland e. V. ist als Verein in Gremien organisiert, die sich fortlaufend mit den Richtlinien auseinandersetzen und sich in Politik, Forschung und Bildung engagieren.

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Nachhaltigkeitsanforderungen

Wir stellen sowohl Anforderungen an die ökologische NachhaltigkeitNachhaltigkeit Nachhaltigkeit (sustainability) ist seit vielen Jahren ein Leitbild für politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln. Von Anfang an wurden zahlreiche Definitionsversuche vorgenommen, die im Kern jedoch oft sehr ähnlich sind. Eine der meist gebrauchten Definitionen des Nachhaltigkeitsbegriffes ist die Definition des Brundtland-Berichtes der Vereinten Nationen von 1987 (Aachener Stiftung Kathy Beys 2015). In diesem heißt es: „Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.” (UN 1987). Frei übersetzt bedeutet dies: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährleistet, dass zukünftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“ (Aachener Stiftung Kathy Beys 2015). Für die Zwecke des Zertifuchs ist die folgende Definition von Nachhaltigkeit praktikabel: Betriebspraktiken, die die Bedürfnisse der heutigen Nutzer erfüllen, ohne die Fähigkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Nachhaltige Praktiken unterstützen die ökologische, menschliche und wirtschaftliche Gesundheit und Vitalität (ITC Standards Map 2023). von Produkten als auch an deren soziale und wirtschaftliche Nachhaltigkeitsdimension. Der Fokus liegt hierbei auf umfassendem Naturschutz (BodenBoden Alle die Bodenbeschaffenheit betreffenden Nachhaltigkeitsanforderungen (z. B. Kriterien zur Beschreibung der Bodenerosion oder der Bodenqualität)., WasserWasser Alle die Nutzung, den Verbrauch und die Qualität von Wasser betreffenden Nachhaltigkeitsanforderungen., etc.) sowie auf dem Qualitätsmanagement der gesamten LieferketteLieferkette Netzwerk zwischen einem Unternehmen und seinen Zulieferern zur Herstellung und Verteilung eines bestimmten Produkts an den Endabnehmer (ITC Standards Map 2023)..

Ökologische Tragfähigkeit

 Boden
 Wasser
 BiodiversitätBiodiversität Alle die Biodiversität betreffenden Nachhaltigkeitsanforderungen. Biodiversität ist die Vielfalt lebender Organismen jeglicher Herkunft, u. a. aus terrestrischen, marinen und anderen aquatischen Ökosystemen und ökologischen Komplexen, zu denen sie gehören. Dazu gehört auch die Vielfalt innerhalb von Arten, zwischen Arten und die Vielfalt von Ökosystemen (ITC Standards Map 2023).
 Umgang mit EinsatzstoffenUmgang mit Einsatzstoffen Alle den Umgang mit Einsatzstoffen betreffenden Nachhaltigkeitsanforderungen. Einsatzstoffe sind Ressourcen, die eingesetzt werden, um die gewünschten langfristigen Auswirkungen für das Produkt oder das Unternehmen zu fördern. Beispiele für Einsatzstoffe sind materielle, personelle, finanzielle, aber auch Kapitalressourcen (z. B. Einsatz von synthetischen Düngemitteln) (ITC Standards Map 2023)
 EnergieEnergie Alle Nachhaltigkeitsanforderungen, die die Energiebereitstellung im Unternehmen und/oder für eine bestimmte Produkterzeugung betreffen (z. B. Kriterien für die Nutzung erneuerbarer Energien wie Sonne, Wind usw.) (ITC Standards Map 2023).
 KlimaKlima Alle Nachhaltigkeitsanforderungen, die den Ausstoß von klimawirksamen Gasen oder klimawirksame Aktivitäten umfassen (z. B. Kriterien zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen) (ITC Standards Map 2023).
 TierschutzTierschutz Anforderungen, die den Schutz und die Behandlung von Tieren betreffen

Soziale Gerechtigkeit

 MenschenrechteMenschenrechte Anforderungen zum Schutz der Menschenrechte, wie z. B. grundlegende internationale Normen, die darauf abzielen, Würde und Gleichheit für alle zu gewährleisten. Dazu gehören das Recht auf Leben und Freiheit, Freiheit von Sklaverei und Folter, Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung, das Recht auf Arbeit und Bildung (z. B. Kriterien für einen Beschwerdemechanismus bei Menschenrechtsverletzungen) (ITC Standards Map 2023).
 ArbeitsrechteArbeitsrechte Anforderungen an grundlegende und allgemeine Arbeitsrechte: Vereinigungsfreiheit, Tarifverhandlungen, Abschaffung von Zwangs- oder Pflichtarbeit, Chancengleichheit und Gleichbehandlung in Beschäftigung und Beruf, Schutz von Kindern und Jugendlichen (ITC Standards Map 2023).

Wirtschaftliche Effizienz

 NachhaltigkeitsmanagementNachhaltigkeitsmanagement Anforderungen an Umwelt- und Sozialmanagementsysteme des Unternehmens (z. B. Mitarbeitendenschulungen zu Nachhaltigkeit, eine öffentliche Corporate Social Responsibility-Richtlinie, interne Nachhaltigkeitskontrollsysteme) (ITC Standards Map 2023).
LieferkettenverantwortungLieferkettenverantwortung Anforderungen an die Lieferkettenverantwortung bzw. nachhaltiges Lieferkettenmanagement beinhalten die Integration nachhaltiger Praktiken in den gesamten Lebenszyklus des Produkts, vom Produktdesign und der Entwicklung über die Materialauswahl, die Herstellung, die Verpackung, den Transport, die Lagerung, den Vertrieb, den Verbrauch, die Rückgabe und die Entsorgung (z. B. Kriterien für die Rückverfolgbarkeit von Einsatzstoffen/Sorten und Aufzeichnungen über die verwendeten Materialien) (ITC Standards Map 2023).
 Qualitätsmanagement für Produkte und DienstleistungenQualitätsmanagement für Produkte und Dienstleistungen System für Qualitätsmanagement, das mithilfe von festgelegten Prozessen und Kontrollmechanismen eine gleichbleibende, den jeweiligen Anforderungen entsprechende Produkt- oder Dienstleistungsqualität sicherstellt.
Technische und umweltbezogene Qualitätsspezifikationen für hergestellte ProdukteQualitätsspezifikationen Technische und umweltbezogene Qualitätsspezifikationen für hergestellte Produkte sind Kriterien, die hergestellte Produkte erfüllen müssen, um im Hinblick auf festgelegte Nachhaltigkeitsaspekte eine ausreichend hohe Qualität zu haben.
 Lebensmittel-/Futtermittelmanagementsysteme

Kommunikation

Für Bioland besteht die Kommunikation in Form von:

  • Business to ConsumerBusiness to Consumer Business-to-Consumer (B2C) beschreibt hauptsächlich Verbraucher:innenlabels, die sich nicht an andere Unternehmen, sondern primär an Konsument:innen richten (Laubinger und Börkey 2021). Somit beinhalten sie Interaktionen zwischen Unternehmen und einzelnen Verbraucher:innen. Die Zielgruppe besteht aus Kund:innen, die Waren oder Dienstleistungen für den persönlichen Gebrauch kaufen (HARMONITOR 2023). (B2CBusiness to Consumer Business-to-Consumer (B2C) beschreibt hauptsächlich Verbraucher:innenlabels, die sich nicht an andere Unternehmen, sondern primär an Konsument:innen richten (Laubinger und Börkey 2021). Somit beinhalten sie Interaktionen zwischen Unternehmen und einzelnen Verbraucher:innen. Die Zielgruppe besteht aus Kund:innen, die Waren oder Dienstleistungen für den persönlichen Gebrauch kaufen (HARMONITOR 2023).)

Systemdokumente

Hier finden Sie den Link zu den Systemdokumenten von Bioland, die Anforderungen an Produzent:innen enthalten: Richtlinien und Merkblätter

Literaturverzeichnis

Bioland e. V. Verband für organisch-biologischen Landbau (2023): Bioland Richtlinien. Fassung vom 20./21.November 2023. Online verfügbar unter https://www.bioland.de/fileadmin/user_upload/Verband/Dokumente/Richtlinien_fuer_Erzeuger_und_Hersteller/Bioland-Richtlinien_2023-11.pdf, zuletzt geprüft am 06.02.2024.

Zuletzt aktualisiert am: 26. März 2024, 17:32

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