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Allgemeines

  • Gewinnung durch Fermentation von Kohlenhydraten

Bioethanol hat drei Hauptanwendungsfelder:

  • Kraftstoffkomponente in unveränderter Form oder als Ethylether
  • Lösemittel und Vorprodukt für chemische Synthesen
  • in Nahrungs-, Genussmittel-, Kosmetik- und Pharmaindustrie

Bioethanol kann aus zuckerhaltigen (zB. Zuckerrohr) und stärkehaltigen Pflanzen (zB. Mais), sowie aus zellulosehaltigen Rohstoffen (zB. Stroh) hergestellt werden.

Deutsche Hersteller

In Deutschland werden hauptsächlich Futtergetreide und Industrierüben als Rohstoffe genutzt. Außerdem wird in einer Anlage Bioethanol auf Basis von Molke (Lactose) hergestellt.

Bioethanol wird an sechs Standorten in den Neuen Bundesländern produziert.

Hier sind einige regionale Beispiele:

  • CropEnergies Bioethanol GmbH, Zeitz, Sachsen-Anhalt: 315.000 (G, Z, S) 
  • Nordzucker AG, Wanzleben-Börde, Sachsen-Anhalt: 100.000 (Z)
  • Sachsenmilch Leppersdorf GmbH, Sachsen: 8.000 (M)
  • Verbio Ethanol Zörbig GmbH & Co KG, Sachsen-Anhalt: 60.000 (G)

Die Gesamtkapazität der deutschen Bioethanol-Werke betrug 2023 670.500 Tonnen.

In Klammern werden die verwendeten Rohstoffe angegeben.
G: Getreide, Z: Zuckerstoffe, S: Stärke, M: Molke)

Verwendung

  • Verbrauch stieg 2023 um 5% auf 1,25 Mio. Tonnen
  • Kraftstoffe (85 %), Nahrungs- und Genussmittel (8 %), Industrie (7 %)
  • Kraftstoffverwendung bei PKWs, Nutzfahrzeugen, Mineralöldiesel, Biodiesel

Reststoffe

Rohschlempe

  • aus der getreidebasierten Bioethanol-Herstellung
  • 20 Liter Schlempe pro Liter Ethanol
  • Verwendung als Futtermittel und Gärsubstrat zur Biogas-Erzeugung

Vinasse

  • aus der zuckerbasierten Bioethanol-Herstellung
  • 15 Liter pro Liter Ethanol
  • Verwendung als Futtermittel, Staubbinder, Düngemittel und bei Pelletierung

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Zuletzt aktualisiert am: 13. Mai 2024, 12:58

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