Mit der AgriFoodTech-Allianz entsteht ein starkes Branchennetzwerk entlang der Farm-to-Fork-Kette, das die sächsische Ernährungswirtschaft durch unternehmensgetriebene Innovationsprozesse zukunftsfest macht. Ziel ist es, die Innovationskraft kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Acker bis zum Teller, von der Verpackung bis zur Maschine – durch moderierten Austausch und gezielte Vernetzung zu stärken.
Hinter der Allianz steht eine klare Struktur aus erfahrenen Partnern:
- Das Netzwerkmanagement übernimmt der Agronym e.V. (Netzwerk für nachhaltige Bioökonomie).
- Innovationsmanagement: Hier ist die PIC – Pi Innovation Culture GmbH federführend verantwortlich.
- Strategische Unterstützung: Mit Hilfe der Wirtschaftsförderung Sachsen (WFS) vernetzt die Allianz künftig Unternehmen untereinander sowie mit Wissenschaftseinrichtungen.
Ausgehend von einer umfassenden Konzeptstudie aus dem Jahr 2024, in der die Innovationsbedarfe und Hemmnisse der Branche analysiert wurden, wurde die Architektur dieses neuen Ökosystems entwickelt. Das Netzwerk versteht sich als „One-Stop-Shop“ für die Branche und umfasst eine Dreiländereck-Perspektive, die die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sowie Grenzregionen in Polen und Tschechien einschließt.
Der Fokus liegt auf sechs strategischen Themenfeldern.
Die inhaltliche Arbeit der Allianz ist in sechs spezialisierten Themenfeldern organisiert. Diese werden jeweils von einer Doppelspitze aus Wissenschaft und Wirtschaft geleitet.
- Produktinnovation: Fokus auf neuartige Rohstoffe (z. B. pflanzlich, mikrobiell), Produktdesign und Clean-Label-Strategien.
- Maschinen- und Anlagenbau/Automatisierung: Optimierung von Produktionslinien, Hygienic Design und digitale Assistenzsysteme.
- Verpackung und Verpackungstechnik: Entwicklung nachhaltiger Materialien (Rezyklat, Papier) und Umsetzung der Verpackungsregulatorik.
- Energie- und Klimatechnik: Einbindung erneuerbarer Energien, Nutzung von Abwärme und effizientes Energiemanagement.
- QM und Lebensmittelsicherheit: Digitale Audits, Blockchain für mehr Transparenz in Lieferketten und KI-gestützte Datenanalyse.
- Agrartechnik und Landwirtschaft: vertikale Landwirtschaft, regenerative Anbaumethoden und Digitalisierung der Agrarsysteme.
Vernetzung durch bedarfsorientierte Formate
Das Leistungsversprechen der Allianz basiert auf einem moderierten Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. Hierzu werden verschiedene Formate eingesetzt.
- Round-Table-Talks und Fachveranstaltungen: Hier findet ein vertrauensvoller Austausch zu aktuellen Innovationsthemen und Best Practices statt.
- Projekt- und Transferwerkstätten: FuE-Projektansätze und Lösungskonzepte werden für konkrete Bedarfe gemeinsam entwickelt.
- Unternehmensbesuche und Roadshows bieten Einblicke in die Infrastrukturen und Kooperationsmöglichkeiten vor Ort.
- Talentpool und Weiterbildung: Unterstützung bei der Sicherung und Qualifizierung von Fachkräften.
Ausblick und nächste Schritte
Die Allianz befindet sich aktuell in der aktiven Phase der Partnergewinnung. Bis Ende Mai 2026 sollen mindestens 50 Partner gewonnen werden, um die offizielle Antragstellung bis September 2026 abzuschließen. Der operative Start des Netzwerks ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.
Unternehmen, die sich für eine Beteiligung an den kommenden Formaten interessieren, sind herzlich eingeladen, dies zu tun.
- Projektwerkstatt „Wertschöpfung mit Rest- und Nebenstoffströmen“: 10. Juni 2026 in Plauen.
- Unternehmensreise Hamburg: 27./28. August 2026 mit Besuchen u. a. bei der Stern-Wywiol Gruppe.
- Lebensmittelforum Sachsen: 17. September 2026 in Plauen.
Für mehr Infos
Besuchen Sie gerne die Website der Wirtschaftsförderung Sachsen, um mehr zu erfahren.
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Zuletzt aktualisiert am: 31. März 2026, 9:10
