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Projekt

TreStar - Gewinnung von Wirkstoffen für biologische Pflanzenschutzmittel aus Nebenstoffströmen des Sonderkulturenanbaus

Projekt

  • 4. Call
  • Dialoggruppe: Fein- und Spezialchemikalien
  • Fördervolumen: 153.037,84 €
  • Gesamtvolumen: 162.437,84 €
  • August 2026 - Juli 2027

Forschungsziel

Das Projekt zielt darauf ab, die grundsätzliche Machbarkeit der Gewinnung pflanzenschützender Wirkstoffe aus Nebenströmen zu untersuchen. Hierzu werden im Labormaßstab kaskadische Aufbereitungs- und Extraktionsverfahren entwickelt und bewertet. Die dabei entwickelten Methoden sollen perspektivisch eine einfache Übertragbarkeit in den großtechnischen Maßstab ermöglichen. Die gewonnenen Extrakte werden systematisch auf ihre herbizide und fungizide Wirksamkeit untersucht, unter anderem mithilfe von In-vitro-Assays und Keimlingstests. Ergänzend wird geprüft, inwieweit die Kombination verschiedener Extrakte synergistische Effekte erzielen kann. Insgesamt soll das Projekt eine wissenschaftlich fundierte Grundlage für die Entwicklung nachhaltiger, ressourceneffizienter und praxisnaher biologischer Pflanzenschutzmittel schaffen.

Wertschöpfung in der Region 

Die Gewinnung und Anwendung pflanzlicher Pflanzenschutzmittel sowie die Bereitstellung der erforderlichen Rohstoffe können regional erfolgen und stoßen in der Praxis auf hohes Interesse. Besonders im Fokus stehen alternative Pflanzenschutzansätze und die hochwertige Verwertung pflanzlicher Reststoffe. Die im Projekt angestrebten Entwicklungen lassen sich sowohl im Obst- als auch im Ackerbau der Region einsetzen, wodurch regionale Stoffkreisläufe geschlossen und die Wertschöpfung nachhaltig gesteigert werden können.

Unternehmen in der BioZ-Region erhalten dadurch die Möglichkeit, ihre Geschäftsmodelle durch die Nutzung pflanzlicher Nebenprodukte zu diversifizieren. Vorhandene Verarbeitungstechnologien sowie formulierungstechnische Expertise begünstigen die Entwicklung innovativer Pflanzenschutzlösungen. Durch kurze Verarbeitungswege und die Nutzung natürlicher Wirkstoffe trägt das Vorhaben zur Stärkung von Nachhaltigkeit und Naturschutz in der mitteldeutschen Agrarwirtschaft bei.

Eine positive Machbarkeitsbewertung bildet die Grundlage für ein anschließendes F&E-Projekt, das wissenschaftliche Arbeitsplätze sichert und perspektivisch die Schaffung von fünf bis zehn neuen Arbeitsplätzen ermöglichen kann.

Beteiligte Institutionen 

Das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse CBP (Fraunhofer CBP) unterstützt Kooperationspartner aus Industrie und Forschung bei der Entwicklung und Skalierung von biotechnologischen und chemischen Prozessen zur Nutzung nachwachsender Rohstoffe bis zum industriellen Maßstab.

Der Schwerpunkt der NIG Nahrungs-Ingenieurtechnik GmbH liegt auf der Erforschung der Verarbeitung pflanzliche Rohstoffe sowie auch von nachwachsenden Rohstoffen.

Die Forschungsaktivitäten der Technischen Universität Bergakademie Freiberg (TUBAF) am Institut für Technische Chemie verfolgen das Ziel einer nachhaltigen Chemie mit den drei zentralen Schwerpunkten: Rohstoffchemie, Biotechnologie und Zukunftstechnologien. Im Bereich Biotechnologie liegt der Fokus auf der Verfahrensentwicklung zur Verwertung nachwachsender Roh- und Reststoffe.

Assoziierte Partner sind das Julius Kühn-Institut (JKI) – Institut für Pflanzenschutz im Ackerbau und Grünland, der Landesverband „Sächsisches Obst“ e.V., die Früchteverarbeitung Sohra GmbH und die Winzervereinigung Freyburg-Unstrut eG.

Die Wertschöpfungskette

Ausgangsstoff

Nebenströme der Landwirtschaft

Technologie

Extraktion

Zwischenprodukt

Wachstumhemmende Extrakte als Pulver/Lösungen

Endprodukt

Biobasierte Pflanzenschutzmittel

Die bioaktiven Extrakte sind zu 100% biobasiert. Dabei werden Reststoffe der Agrar- und Lebensmittelindustrie einer höherwertigen Nutzung zugeführt. Die Rohstoffbereitstellung, Verarbeitung und Anwendung als Pflanzenschutzmittel können regional erfolgen. Durch kurze Wege werden CO2-Emissionen vermieden, und der Naturschutz wird durch natürliche Pflanzenschutzmittel gestärkt.

Meilensteine & Highlights

  • Ausstehend • 8. Monat

    Wirkstoffhaltige Extrakte oder Pulver werden für die Tests der herbiziden
    und fungiziden Wirkung bereitgestellt. Es sollen mindestens 10 Demonstratoren dem Julius-Kühn-Institut zur Erprobung bereitgestellt werden.

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Zuletzt aktualisiert am: 13. April 2026, 9:35

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