Projekt
InKuPo - Inkulturnahme des Schwefelporlings
Projekt
- 4. Call
- Dialoggruppe: Proteine
- Fördervolumen: 99.535,04 €
- Gesamtvolumen: 99.535,04 €
- 12 Monate
- Status: in Umsetzung

Forschungsziel
Ziel der Durchführbarkeitsstudie InKuPo ist die Erforschung optimaler Kulturbedingungen für den Gemeinen Schwefelporling (Laetiporus sulphureus) und die Bewertung seiner nachhaltigen und wirtschaftlichen Anbaupotenziale.
Der bislang kaum kultivierte, gelb-orangefarbene Baumpilz ist unter Pilzsammlern bekannt und zeichnet sich durch seinen hohen ernährungsphysiologischen Wert sowie ein fleischähnliches Aroma aus. Diese Eigenschaften machen ihn für die vegane Ernährung besonders interessant. Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sollen die optimalen Wachstumsfaktoren (Temperatur, Luftfeuchte, CO₂-Gehalt, Lichtintensität und -spektrum) sowie ein wirtschaftliches Substrat identifiziert werden. Dieses soll idealerweise aus regionalen Reststoffen der Industrie und Landwirtschaft bestehen, um einen nachhaltigen Kultivierungsprozess zu ermöglichen.

Wertschöpfung in der Region
Das Projekt und die Nutzung der erzielten Ergebnisse haben einen starken regionalen Bezug. Viele essbare Pilze sowie Produkte, welche aus Pilzen hergestellt wurden, sind auf dem deutschen Markt verfügbar, werden jedoch im Ausland produziert und importiert. Der heimische Pilz soll mit lokal verfügbaren/gesammelten Stämmen in Kultur gebracht und vermehrt werden. Die experimentelle Bestimmung von geeigneten Wachstumsparametern sowie die Eignung von Substraten werden durch einen außerregionalen Partner (Humboldt Universität Berlin) durchgeführt, da hier die bestehende Infrastruktur und das Know-how, sowie etablierte Arbeitsabläufe zur Inkulturnahme von Pilzen vorliegt. Die Projektkoordination sowie Planung und Verwaltung werden durch den regionalen Projektpartner (LeHA GmbH) durchgeführt.
Der Bezug der Ausgangsmaterialien und Rohstoffe für das Projekt soll regional erfolgen (Pilzstämme, Substrate). Durch das Projektziel der Verwendung der Projektergebnisse zur lokalen und nachhaltigen Kultivierung des Schwefelporlings unter Einbezug von lokal verfügbaren Reststoffen von umgebenden Betrieben (e.g. Treber, Holzreste, Lebensmittelreste, etc.) ist das Projekt direkt in der Region verankert und dient als Vorbereitung für die Beantragung eines regionalen Verbundprojekts zur nächsten Ausschreibungsrunde.
Beteiligte Institutionen
Die LeHA GmbH ist von der Holding der Happy Horst GmbH zur Ausführung des Projekts beauftragt. Das Unternehmen ist in Laucha gelegen, wurde im Jahr 2000 gegründet und vertreibt seit 2002 vegane Lebensmittel.
Die Humboldt Universität zu Berlin (HU-Berlin) ist mit dem Fachgebiet „Urbane Ökophysiologie der Pflanzen“ am Thaer-Institut der Lebenswissenschaftlichen Fakultät vertreten.
Die Wertschöpfungskette
Ausgangsstoff
natürlicher Schwefelporling
Technologie
Myzelkultivierung
Zwischenprodukt
–
Endprodukt
kultivierter Schwefelporling
Die Produktion von Fleischerzeugnissen ist bekanntermaßen mit einem großen ökologischen Fußabdruck verbunden, weshalb ein Ersatz von Fleisch durch Pilze einen positiven Beitrag zum Klimaschutz darstellt. Aufgrund der Aktualität der Thematik Pilzzucht besteht ein hohes Interesse in Sachsen-Anhalt den genannten Wirtschaftszweig auszubauen. Hierzu liegen bereits Kooperationen mit anderen Pilzzüchtern vor.
Meilensteine & Highlights
Ausstehend • 3. Monat
Aufbau einer Stammsammlung von Pilzkulturen
Ausstehend • 4. Monat
Myzelkultivierung zur Beimpfung von Substraten
Ausstehend • 6. Monat
Kontaktierung von Firmen, Beschaffung
von Reststoffen zur SubstratherstellungAusstehend • 7. Monat
Erster Ansatz und Kultur von 5×5 Stamm-Substratkombinationen unter verschiedenen
klimatischen BedingungenAusstehend • 10. Monat
Zweiter Ansatz und Kultur von 5×5 Stamm-Substratkombinationen
Ausstehend • 11. Monat
Datenauswertung, Publikationsschrift
Innovationsraum
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Zuletzt aktualisiert am: 22. September 2025, 10:57
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