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Projekt

FuraKoff - Hochwertige stoffliche Verwertung von Haferspelzen durch gekoppelte Produktion von Furfural und Kohlenstoffmaterialien

Projekt

  • 4. Call
  • Dialoggruppe: Fein- und Spezialchemikalien
  • Fördervolumen: 409.717 €
  • Gesamtvolumen: 452.717 €
  • August 2026 - Juli 2028

Forschungsziel

Ziel des Projekts ist es, einen neuen Verwertungsweg für Haferspelzen zu entwickeln – ein Nebenprodukt aus Hafermühlen. Mithilfe eines weiterentwickelten hydrothermalen Reaktivdestillationsverfahrens sollen gleichzeitig Furfural (eine biobasierte Plattformchemikalie) und hochwertige Kohlenstoffmaterialien (Hydrokohle) erzeugt werden. Die Hydrokohle wird als Ersatz für Carbon Black in faserverstärkten Materialien (UD-Tapes) und als biogenes Aufkohlungsmittel in der Stahlindustrie getestet. So kann biogener Kohlenstoff langfristig in Produkten gebunden werden. Das Verfahren ist auch auf andere Reststoffe wie Weizenspelzen oder Stroh übertragbar und bietet damit vielseitige Anwendungsmöglichkeiten.

Wertschöpfung in der Region 

Das Projekt ist vollständig regional verankert – sowohl hinsichtlich des Ausgangsstoffs als auch der beteiligten Partner – und nutzt am Standort der Rubinmühle in Plauen anfallende Haferspelzen (ca. 500 t/Woche), um eine geschlossene, regionale Wertschöpfungskette aufzubauen. Durch die enge Kooperation mit Partnern im Umkreis von rund 60 km werden Rohstoffgewinnung, Verarbeitung und Verwertung lokal umgesetzt, was Transportwege minimiert, die Umwelt schont und die regionale Wirtschaft stärkt. Damit leistet das Projekt einen Beitrag zur Etablierung bioökonomischer Prozesse, zum Ersatz fossiler durch nachwachsende Rohstoffe und zur nachhaltigen Entwicklung der Region. Zugleich fördert es den Strukturwandel durch die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen und kann als Modell für andere Regionen mit vergleichbarem Potenzial dienen.

Beteiligte Institutionen 

Das Fraunhofer-Zentrum für Chemisch-Biotechnologische Prozesse (CBP) überbrückt die Lücke zwischen Labor und industrieller Umsetzung. Dies ermöglicht Kooperationspartnern aus Forschung und Industrie die Entwicklung und Skalierung von biotechnologischen und chemischen Prozessen bis hin zum industriellen Maßstab.

Um die energetische Nutzung von Biomasse dauerhaft im bestehenden Energiesystem etablieren zu können, entwickelt das Deutsche Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ) vielfältige Konzepte zur ökonomisch tragfähigen, ökologisch unbedenklichen und sozial verträglichen energetischen Nutzung von Biomasse.

Die Firmen Rubinmühle Vogtland GmbH, ESF Elbe-Stahlwerke Feralpi GmbH und die thermoPre ENGINEERING GmbH sind assoziierte Projektpartner. 

Die Wertschöpfungskette

Ausgangsstoff

Haferspelzen

Technologie

hydrothermale Reaktivdestillationsverfahren

Zwischenprodukt

Pentose

Endprodukt

Hydro- & Pyrokohle
Furfural

Furfural ist eine biobasierte Plattformchemikalie, die als Ausgangsstoff für eine Vielzahl industrieller Anwendungen dient und so fossilbasierte Chemikalien, wie bspw. Formaldehyd in Phenolharzen, substituieren kann. Die Kohlenstoffmaterialien, die im Projekt produziert werden, können fossile Füllstoffe wie Industrieruß (Carbon Black) oder fossile Aufkohlungsmittel (Koks oder Anthrazit) für die Stahlerzeugung ersetzen.

Meilensteine & Highlights

  • Ausstehend • 6. Monat

    Einbringung von Haferspelzen als Aufkohlungsmittel im Elektrostahlofen ist durchgeführt

  • Ausstehend • 8. Monat

    Optimale Prozessparameter wurden identifiziert

  • Ausstehend • 12. Monat

    Bereitstellung von Hydrokohlen für AP2, AP3 und AP4 erfolgt

  • Ausstehend • 12. Monat

    Pyrokohle aus Haferspelzen wurden hergestellt und charakterisiert

  • Ausstehend • 17. Monat

    Identifizierung eines geeigneten Füllstoffs (Hydro- oder Pyrokohle) für die Herstellung eines UD-Tapes

  • Ausstehend • 21. Monat

    Pyrokohle aus Hydrokohle wurden hergestellt und charakterisiert. Einsetzbarkeit der Pyrokohle als Aufkohlungsmittel und UD-Tapes wurden bewertet

  • Ausstehend • 21. Monat

    Verschiedene Hydro- und Pyrokohlen wurden hinsichtlich ihrer Eignung für den Elektrostahlofen analysiert

  • Ausstehend • 23. Monat

    Herstellung eines Muster UD-Tapes abgeschlossen

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Zuletzt aktualisiert am: 4. März 2026, 13:27

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