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Projekt

FLAMINGO - Entwicklung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette für den Edelpilz Rosenseitling

Projekt

  • 4. Call
  • Dialoggruppe: Proteine
  • Fördervolumen: 479.983 €
  • Gesamtvolumen: 629.140 €
  • Oktober 2026 - September 2028

Forschungsziel

Im Projekt FLAMINGO wird der Rosenseitling (Flamingoseitling, Pleurotus djamor) nachhaltig kultiviert und in regionale Stoffkreisläufe eingebunden. Anschließend wird seine Haltbarmachung sowie die Eignung für den Lebensmittelmarkt untersucht. Damit der Pilz seine typische rosafarbene Färbung, den Bacon-ähnlichen Geschmack und sein gesundes Nährstoffprofil optimal entwickelt, braucht er ein Substrat mit ausgewogenem Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis. Im ersten Arbeitspaket soll ein solches Substrat auf Basis bislang ungenutzter Reststoffe aus Landwirtschaft und Industrie (z. B. Kleie, Biertreber, Schalen oder Maische von Leguminosen) entwickelt werden.

Wertschöpfung in der Region 

Das Projekt FLAMINGO und die geplante Nutzung der erzielten Ergebnisse haben einen starken regionalen Bezug. Viele essbare Pilze sowie pilzbasierte Produkte sind auf dem deutschen Markt verfügbar, werden jedoch oft im Ausland produziert und importiert. Ziel des Projekts ist es, Pilze als regionale, vegane Fleischalternative zu erforschen, die auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft basiert. Dafür werden in Zusammenarbeit mit „SysWeB“ landwirtschaftliche Reststoffe wie Schalenreste daraufhin geprüft, ob sie sich als Nährboden für den Anbau des Rosenseitlings eignen. So sollen regionale Stoffkreisläufe besser genutzt und nachhaltige Lebensmittel vor Ort produziert werden. Das stärkt nicht nur die regionale Wirtschaft, sondern unterstützt auch den Wandel hin zu einer umweltfreundlicheren Lebensmittelindustrie in Mitteldeutschland. 

Beteiligte Institutionen 

Die Happy Horst GmbH ist Antragsteller und Verbundkoordinator des Projekts. Das Unternehmen ist in Laucha an der Unstrut gelegen, 60 km von Leipzig entfernt und mitten in der berühmten nördlichsten Weinregion Saale-Unstrut. Die LeHA GmbH, eine Tochtergesellschaft der Happy Horst GmbH, wurde im Jahr 2000 gegründet und vertreibt seit 2002 vegane Lebensmittel. 

Das Institut für Lebensmittelchemie und Lebensmittelbiotechnologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen unter Leitung von Prof. Dr. Holger Zorn ist der Institutspartner von FLAMINGO. Der Arbeitskreis Zorn beschäftigt sich seit mehr als zwei Jahrzehnten intensiv mit biotechnologischen Applikationen höherer Pilze, insbesondere mit Basidiomycota und verfügt aktuell über eine Stammsammlung von ca. 600 unterschiedlichen Basidiomyceten, von denen die weit überwiegende Zahl weltweit als Speisepilze und/oder Medizinalpilze geschätzt werden.

Zum Erreichen dieser Ziele werden die Expertisen von einem KMU und einer wissenschaftlichen Einrichtung in einem Konsortium gebündelt und in neun Arbeitspakete geschnürt. Die Zusammenführung der Expertisen für die Pilzkultivierung (Justus-Liebig-Universität Gießen), die Lebensmittelkonservierung (Happy Horst GmbH), Marktanalysen (Happy Horst GmbH), die Entwicklung veganer Lebensmittel (Happy Horst GmbH), die sensorischen Analysen (Happy Horst GmbH), die Analytik/Wertstoffprüfung sowie die Aromaanalytik (Justus-Liebig-Universität Gießen) ermöglicht die Umsetzung des Vorhabens innerhalb von 24 Monaten.

Meilensteine & Highlights

  • Ausstehend • 7. Monat

    Substratkombinationen stehen für die Anbauversuche zur Verfügung

  • Ausstehend • 16. Monat

    Konservierung des Rosenseitlings

  • Ausstehend • 18. Monat

    Anbauversuche produzieren Fruchtkörper

  • Ausstehend • 19. Monat

    Effektive Trocknungsmethode für Rosenseitling-Fruchtkörper ist etabliert

  • Ausstehend • 21. Monat

    Prototyp eines auf dem konservierten Rosenseitling basierenden, geringverarbeiteten Fleischersatzproduktes ist entwickelt und analysiert

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Zuletzt aktualisiert am: 17. September 2026, 8:26

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