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Im unserem vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderten Bündnis BioZ entstehen neue Ansätze, um unter anderem den Wandel von fossilen zu biobasierten Rohstoffen voranzutreiben. Ein Projekt mit diesem Ziel ist Biocerine: Hierbei sollen Weichmacher aus regionalen, nachwachsenden Reststoffen gewonnen werden, die letztendlich zentrale Bestandteile für Reifen und Folien bilden.

Einen ausführlichen Einblick in diese Forschung hat Kathrain Graubaum gegeben, BMFTR-Korrespondentin für die Programmlinie „Innovation & Strukturwandel“. Aus einem Interview mit Katja OßwaldWald Alle den Bestand und Zustand des Waldes betreffenden Nachhaltigkeitsanforderungen (z. B. Kriterien für die Umwandlung von Wäldern in landwirtschaftliche Nutzflächen) (ITC Standards Map 2023). (Kunststoffingenieurin bei der Polymer Service Merseburg GmbH (PSM)) ist ein spannender Artikel entstanden, der unserer Meinung nicht genügend Beachtung bekommt. Dementsprechend möchten wir diesem Artikel hierüber eine kleine Bühne geben.

Unsere Zusammenfassung

Katja Oßwald, Kunststoffingenieurin bei der Polymer Service Merseburg GmbH (PSM), zeigt am Beispiel eines Motorradreifens, wie entscheidend Weichmacher für die Materialeigenschaften sind. Ohne diese ließen sich viele Produkte auf Kautschukbasis nicht herstellen. Bisher stammen sie aus Erdöl, doch Unternehmen wie das Reifenwerk Heidenau suchen nach biobasierten Alternativen.

Die Polymer Service GmbH Merseburg (PSM) bringt langjährige Erfahrung in der Elastomer-Forschung ein und arbeitet im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten Bündnisses BioZ an neuen Produkten. Ziel ist es, regionale Reststoffe – etwa Glyzerin-Derivate aus Rapsöl, ein Nebenprodukt der Biodieselproduktion – in biobasierte Weichmacher zu verwandeln. Einfach ersetzen lassen sich die Stoffe aber nicht, denn wie beim Backen verändern, andere Rohstoffe die Wechselwirkungen, daher müssen Zusammensetzungen aufwendig getestet und angepasst werden.

Im Labor prüft PSM, wie sich biobasierte Weichmacher in Gummimischungen verhalten, ob sie sich mit Schutzmitteln gegen Alterung und Ozon vertragen und die gewünschte Elastizität und Belastbarkeit erreichen. Dafür werden Gummiplatten mit Öl- und Bio-Weichmachern hergestellt und an Prüfmaschinen untersucht: Zugfestigkeit, Abrieb oder Oberflächenhärte liefern Vergleichsdaten. Nur wenn die biobasierten Varianten mindestens gleichwertige Ergebnisse liefern, haben sie Marktchancen.

Im Projekt Biocerine sind ebenfalls das Folienwerk Wolfen, das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen in Halle (Saale), die Glaconchemie GmbH und das Reifenwerk Heidenau beteiligt.

👉 Wer den Original-Artikel lesen möchte, findet ihn hier!

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Zuletzt aktualisiert am: 8. Oktober 2025, 12:27

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