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Am 26. November haben wir uns in der BioCity Leipzig zum 16. BioZ-Bündnistreffen getroffen – und damit nicht nur das letzte Bündnistreffen des Jahres gefeiert, sondern auch offiziell den Startschuss für die zweite Förderphase gegeben. Die Stimmung? Konzentriert, motiviert, involviert und voller Aufbruch. Die Botschaft dieses Tages? Wir sind bereit für Phase 2 – und wir packen das gemeinsam an.

Neue Partner, neue Impulse, neue Dynamik

Unser Auftakt zeigte klar, wie sehr BioZ in den letzten Monaten gewachsen ist, trotz anfänglicher Hürden des Jahres.
Zehn neue Bündnispartner verstärken ab sofort unser Netzwerk – darunter das Fraunhofer IKTS, die TU Bergakademie Freiberg, Hydrosol, Veolia WasserWasser Alle die Nutzung, den Verbrauch und die Qualität von Wasser betreffenden Nachhaltigkeitsanforderungen. Deutschland und Zschimmer & Schwarz.

Mit ihnen kommen neue Kompetenzen, neue Perspektiven und neue Verbundmöglichkeiten in die BioZ-Familie und wir freuen uns sehr, dass diese immer weiter wächst!

Handlungsfeld 1: Die BioZ-Projektmaschine – sechs neue Projektideen

Den ersten Teil des Treffens widmeten wir der Projektmaschine – dem zentralen Element von Handlungsfeld 1. Sechs frische Projektideen aus dem Bündnis wurden in kurzen Pitches vorgestellt und danach an Themeninseln vertieft.

  • BioLös – neue umweltfreundliche Lösemittel, die aus Stärke-Reststoffen hergestellt werden.
  • BioPhy-Connect – Fasern aus natürlichen Rohstoffen, die langfristig bestimmte Kunstfasern ersetzen können.
  • BioInsLack – Lacke für Rostschutz, die aus pflanzlichen und insektenbasierten Ölen statt aus Erdöl entstehen.
  • TREMPEH – neue Tempehprodukte aus Biertreber, einem Reststoff aus Brauereien.
  • Hydrogel – natürliche Gele, die Wasser speichern und Nährstoffe nach und nach freisetzen (etwa für Pflanzen oder Böden).
  • Verarbeitung kartoffelbasierter Rohstoffe – Verpackungsmaterial aus Kartoffel-Reststoffen, das vollständig im Kreislauf gedacht ist.

Die Vielfalt der Ideen hat gezeigt, wie breit das BioZ-Themenspektrum in Phase 2 aufgestellt ist – und wie anwendungsnah die Ansätze gedacht werden. So soll es sein!

Zudem gab es eine eigene Frage-Runde mit Vertreterinnen des Projektträger Jülich, um Fragen zur Antragsstellung zu beantworten und anderweitig zu unterstützen.

Treffen sich 3 Handlungsfelder im World Café…

In drei Gruppen haben wir gemeinsam an den zentralen Handlungsfeldern der zweiten Förderphase von BioZ gearbeitet und zusammen weitergedacht:

Handlungsfeld 2: Skalierung & Kapital

Im zweiten Handlungsfeld ging es um eine zentrale Frage für BioZ und auch für Unternehmen: Wie lässt sich Wachstum solide finanzieren?

Die Diskussion zeigte, dass sowohl Start-ups als auch etablierte Firmen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Mit fachkundigem Input zu Beteiligungsmodellen, Fremd- und Eigenkapital sowie Förderinstrumenten wie dem TGFS oder dem Wachstumsfonds Mittelstand Sachsen wurde deutlich:

Wachstumsfinanzierung ist kein Standardprozess – sie braucht individuelle Lösungen. BioZ möchte diesen Bedarf künftig gezielt unterstützen und dafür regelmäßige Austauschformate schaffen, damit vielversprechende Innovationen den Sprung in die Märkte schaffen.

Handlungsfeld 3: Kooperation & Internationalisierung

An diesem Tisch ging es darum, wie sich BioZ stärker mit europäischen Partnern vernetzen kann und welche Chancen grenzüberschreitende Projekte für unsere Region bieten.

Die Kernergebnisse:

  • Besonders spannend sind europäische Programme wie Horizon Europe oder das Circular Bio-based Joint Undertaking, bei denen Projekte zu Biokunststoffen, Recycling und biobasierten Materialien gefördert werden.
  • Internationale Kooperationen bringen Know-how, Sichtbarkeit und neue Förderwege.
  • Für BioZ sind internationale Partner wichtige Türenöffner – nicht nur für Technologie, sondern auch für neue Märkte und Skalierungsoptionen.
  • Einig war sich die Gruppe: Wir wollen internationaler denken – nicht als Selbstzweck, sondern weil es die Region stärkt.

Der Tisch bot damit eine Mischung aus mutigen Visionen und sehr konkreten Ansatzpunkten für die zweite Förderphase.

Handlungsfeld 4: Marketing & Identität

Die kreativste Diskussion des Tages fand vermutlich hier statt, und sie startete bereits mit einem schönen Bild:
Ausgangspunkt war ein Miniaturmodell des legendären SVT-Zugs, das als Impuls auf dem Tisch lag. Kurz darauf sprudelte der Tisch voller kreativer Ideen:

  • Der SVT kann als rollende Bühne für Bioökonomie, Innovation und regionale Erfolgsgeschichten agieren.
  • Kommunen präsentieren entlang der Strecke ihre eigenen Zukunftsprojekte.
  • Zivilgesellschaftliche Gruppen werden aktiv eingebunden – Vereine, Initiativen, lokale Akteure.
  • Regionen damit verbinden: z. B. Mitteldeutschland ↔ Rheinisches Revier für einen überregionalen Austausch.
  • Kulturelle Aktionen im und rund um den Zug, um neue Zielgruppen zu erreichen.
  • Der Zug fährt in beide Richtungen – als klares Bild dafür, dass Transformation Austausch bedeutet, nicht einseitige Berichterstattung.

Alle diskutierten mit, spontan, kreativ und konstruktiv.
Eine Atmosphäre, die zeigt: BioZ hat Lust auf Sichtbarkeit – nahbar, spielerisch und über die Grenzen des Regionalen hinaus.

Eine Atmosphäre voller EnergieEnergie Alle Nachhaltigkeitsanforderungen, die die Energiebereitstellung im Unternehmen und/oder für eine bestimmte Produkterzeugung betreffen (z. B. Kriterien für die Nutzung erneuerbarer Energien wie Sonne, Wind usw.) (ITC Standards Map 2023)., Offenheit und Lust auf Zukunft

Dieses 16. Bündnistreffen hatte eine besondere Dynamik voller offener und kollaborativer Gespräche. Zudem wurden mutige Ideen geteilt, die sehr konkret und gemeinsam weitergedacht werden konnten. Der Austausch wirkte nicht abstrakt, sondern praxisnah und direkt anschlussfähig. Dementsprechend beginnt auch unsere Phase 2 nicht nur auf dem Papier: Wir sind bereit loszulegen!

Danke für ein großartiges Treffen!

Ein herzliches Dankeschön an alle, die gepitcht, moderiert, diskutiert, organisiert, gefragt, mitgemacht und zugehört haben. BioZ lebt von Ihnen – und zusammen gehen wir gestärkt in die zweite Förderphase.

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Zuletzt aktualisiert am: 12. Dezember 2025, 9:50

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