Dialoggruppe Pflanzliche Lebensmittel
Dialoggruppenleitung
„Protein ist ein vielseitiger Rohstoff, der aufgrund seiner Modifizierbarkeit und Funktionalität in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden kann. In dieser Dialoggruppe setzen wir uns für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen zur Gewinnung und Funktionalisierung von Proteinen ein, um daraus innovative Produkte zu generieren. Dabei steht natürlich die nachhaltige Erschließung der Wertschöpfungskette im Vordergrund.“
Wertvolle Proteine aus regionalen Nutzpflanzen und Nebenströmen gewinnen
Neben den etablierten Proteinquellen wie Soja, Erbsen oder Milch existiert eine Vielzahl regional verfügbarer, aber bisher unzureichend genutzter Proteinressourcen. Dazu zählen Nebenströme der Lebensmittel- und Bioethanolindustrie (z. B. Weizenschlempe, Rapsschrot, Kartoffelfruchtwasser), aber auch alternative Quellen wie Mikroalgen oder Pilzbiomasse. Diese zeichnen sich meist durch hohe Proteingehalte, interessante Aminosäurenprofile und technofunktionelle Eigenschaften aus, erfordern jedoch spezielle, schonende Aufarbeitungs- und Funktionalisierungsverfahren, um sie für die Lebensmittelindustrie nutzbar zu machen. Ziel der Dialoggruppe Pflanzliche Lebensmittel ist es, für den Anteil importierter oder tierischer Proteine neue, regional produzierte pflanzliche Alternativen zu entwickeln, die in der Region umsetzbar sind.
Mit hochpreisigen Proteinkonzentraten und -isolaten neue Wertschöpfungsketten etablieren
Fokus der Dialoggruppe Pflanzliche Lebensmittel stehen lokale Wertschöpfungsketten zur Nutzung regionaler Rohstoffe und Nebenströme für die Herstellung von Proteinkonzentraten, -isolaten und funktionellen Proteinzutaten, wie sie etwa in Fleischersatzprodukten, Backwaren, Snacks oder funktionellen Lebensmitteln eingesetzt werden. Dabei gilt es, die mit der Verwendung biobasierter Rohstoffe verbundenen Herausforderungen wie ausgeprägte Hydrophobizität, pH-Abhängigkeit, Bitterstoffgehalte oder variierende Rohstoffqualitäten gezielt zu adressieren. Von besonderem Interesse sind Projektansätze, welche die Synthesevorleistung der Natur geschickt nutzen, neue Prozesse und Produktionswege zum Umgang mit Rohstoffen variabler Qualität etablieren, biogene Wertschöpfungsketten aufbauen, die auch lokal profitabel sein können, und durch die Einführung neuer, besonders hochwertiger Proteinprodukte zur Robustheit verbundener Wertschöpfungsketten beitragen.
Auswahl der Projekte der Dialoggruppe
Rapido: Veredelung von Rapskernkonzentrat durch Feststoff-Fermentation zu geschmacklich optimierten Rapsproteinkonzentraten mit mindestens 70 Prozent Proteingehalt für die Lebensmittelindustrie
KartoProt: Nutzung von Nebenströmen der Kartoffelveredelung zur Gewinnung von Proteinisolaten für Lebensmittel- und Futteranwendungen.
TextuProtChem: Entwicklung pflanzlicher Fleischersatzprodukte aus Weizenkleie mittels Trockenextrusion, um den Nebenstrom höherwertig zu nutzen und texturierte Proteine für die Lebensmittelindustrie bereitzustellen.
Beteiligte Unternehmen
„Protein ist ein vielseitiger Rohstoff, der aufgrund seiner Modifizierbarkeit und Funktionalität in verschiedenen Anwendungsbereichen eingesetzt werden kann. In dieser Dialoggruppe setzen wir uns für die Entwicklung nachhaltiger Lösungen zur Gewinnung und Funktionalisierung von Proteinen ein, um daraus innovative Produkte zu generieren. Dabei steht natürlich die nachhaltige Erschließung der Wertschöpfungskette im Vordergrund.“
Kommende Veranstaltungen
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Zuletzt aktualisiert am: 1. Oktober 2026, 11:47