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Bei BioZ merkt man, wie schnell die Zeit vergeht, wenn bereits das 15. Bündnistreffen im Kalender steht. Wie verrückt…! Was 2019 mit ersten Gesprächen begann, ist heute ein lebendiges Netzwerk mit über 90 Partnern aus ganz Mitteldeutschland und darüber hinaus. Aber auch nach all den Treffen bleibt eines gleich: die Lust auf neue Ideen, fröhliche Diskussionen und die Begeisterung, gemeinsam die Bioökonomie voranzubringen. Hier unsere Highlights vom 15. Bündnistreffen:

Fünf Projekt-Pitches mit Zunder

Alle Teilnehmenden bekamen knackige Einblicke in die Projekte, die gerade Fahrt aufnehmen. Hier nur ein paar Highlights:

  • InKuPo: Tina Fischer von der Happy Horst GmbH hat den Schwefelporling (auch bekannt als „chicken of the wood“) vorgestellt, den sie mit ihrem Projektteam als neue Proteinquelle kultivieren möchte. Definitiv ein neuer Blick über den Tellerrand!
  • SysWeb: Dr. Romy Brödner vom DBFZ entwickelt mit ihrem Team ein Netzwerk für Reststoffe – damit aus Nebenprodukten von Landwirtschaft und Ernährung wertvolle neue Rohstoffe für Chemie und Materialien entstehen können.
  • BioDeta: Dr. Ronny Tepper von intelligent fluids will weg von erdölbasierten Tensiden und arbeitet mit seinen Projektpartnern an biobasierten High-Performance-Tensiden für die Mikroelektronik – mit wasserbasierten Formulierungen, die NachhaltigkeitNachhaltigkeit Nachhaltigkeit (sustainability) ist seit vielen Jahren ein Leitbild für politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln. Von Anfang an wurden zahlreiche Definitionsversuche vorgenommen, die im Kern jedoch oft sehr ähnlich sind. Eine der meist gebrauchten Definitionen des Nachhaltigkeitsbegriffes ist die Definition des Brundtland-Berichtes der Vereinten Nationen von 1987 (Aachener Stiftung Kathy Beys 2015). In diesem heißt es: „Sustainable development is development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs.” (UN 1987). Frei übersetzt bedeutet dies: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährleistet, dass zukünftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig lebende.“ (Aachener Stiftung Kathy Beys 2015). Für die Zwecke des Zertifuchs ist die folgende Definition von Nachhaltigkeit praktikabel: Betriebspraktiken, die die Bedürfnisse der heutigen Nutzer erfüllen, ohne die Fähigkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Nachhaltige Praktiken unterstützen die ökologische, menschliche und wirtschaftliche Gesundheit und Vitalität (ITC Standards Map 2023). & Reinigungskraft vereinen.
  • NachDruck: Markus Tack von Schuite & Schuite will mit seinem Projektteam klassische Druckfarben mit nachhaltigen Lösemitteln ersetzen, die aus Reststoffen gewonnen werden. Zeitunglesen könnte also bald ein bisschen grüner werden.
  • AlkaEx: Dr. Jakob Köchermann vom Fraunhofer CBP untersucht gemeinsam mit seinem Team, wie sich wertvolle Alkaloide aus Mutterkorn sicher gewinnen lassen – ein Pilz, der heute noch als AbfallAbfall Alle Nachhaltigkeitsanforderungen, die den Umgang mit anfallenden Abfällen im Unternehmen und/oder aus einer Produkterzeugung umfassen (z. B. Anforderungen an die Entsorgung von gefährlichen Abfällen) (ITC Standards Map 2023). entsorgt wird, könnte morgen medizinische Anwendung finden.

Kurz gesagt: Die Ideen und der Tatendrang sprudeln fast über!

Auf dem Weg in die zweite Förderphase

Nachdem unsere Projekte in knackigen Pitches vorgestellt wurden, haben wir von BioZ eine Bilanz gezogen. Und es ist nicht mehr von der Hand zu weisen: BioZ ist längst mehr als ein Projekt. Mit inzwischen über 90 Partnern aus 21 Landkreisen spannt das Bündnis ein Innovationsnetz über ganz Mitteldeutschland auf. In der zweiten Förderphase wollen wir den Transfer in die Praxis in den Mittelpunkt bringen:

  • Hierbei soll ein Reallabor in einem Industriepark neue Technologien im großen Maßstab erproben.
  • Unsere neuen Dialoggruppen (u. a. Grüne Chemikalien, Pflanzliche Lebensmittel, Grüne Werkstoffe & Wasserkreisläufe) sollen weiterhin frische Ideen bündeln.
  • Im Rahmen eines jährlichen BioZ-Kolloquiums soll ein lebendiges Forum für neue Ansätze, laufende Projekte und Erfolgsstories entstehen.

Und natürlich steht der 5. Call für neue Durchführbarkeitsstudien demnächst in den Startlöchern. 💡

Unser Fazit

Das 15. Bündnistreffen hat gezeigt: BioZ bewegt etwas. Von Pilzprotein bis Druckfarbe, von Reststoffvernetzung bis Chipreinigung – überall entstehen Ideen, die als Hebel wirken für eine nachhaltige Transformation.

Wir sagen Danke an alle Pitchenden und Diskutierenden – und freuen uns schon auf das nächste Bündnistreffen: Das Kick-off zur 2. Phase am 26.11.2025 in der Bio City Leipzig. 🚀

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Zuletzt aktualisiert am: 22. September 2025, 10:40

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